Bewusst Leckerlis einsetzen


Die Leckerli-Fütterung  ist oft ein Problem. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Bei jedem Leckerli wird die volle Magensäureproduktion angeregt, so als ob es eine reguläre Mahlzeit gäbe.  Eine Handvoll Trockenfleisch (z.B. 50g) ergibt mindestens die dreifache Menge, wenn es im Magen aufgequollen ist. Besonders kleine Hunde sind dann schnell abgefüllt und haben dann keinen Hunger mehr, denn der Magen ist ja voll. Aber leider nicht mit den Nährstoffen die ein Hund besonders im Wachstum dringend braucht.

Viele Kauartikel und Leckerli sind minderwertig, enthalten viel zu viel Fett oder undefinierbare Inhalte und auch Getreide und andere phytinhaltige Nahrungsmittel und erhöhem den PH-Wert der Magensäure, so dass diese nicht mehr so sauer ist. Das  Phytin z.B. bewirkt u.a. das nicht mehr soviel Kalzium aufgenommen werden kann. Der höhere PH-Wert  wirkt nicht mehr so effektiv gegen Bakterien. Außerdem können das rohe Futter und besonders Rohfleischknochen nicht mehr so gut verdaut werden.
Häufiges und wahlloses Füttern von Leckerchen wird auf Dauer gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Hundebeitzer wollen ihre Lieblinge mit Leckerlis erfreuen - ihnen im Trainig oder "einfach nur so" etws Gutes tun. Für die meisten Menschen ist es schwer darauf zu verzichten. Trotzdem sollten Sie Ihren Hunden und Katzen mit diesem Zusatzfutter kein Leid zufügen und sich über diese Art der Fütterung genauso Gedanken machen wie über die BARF-Ernährung.

Ich berate Sie gerne dazu und gebe Ihnen auch erprobte Tipps zur eigenen Herstellung gesunder Leckerlis, die sie gezielt und möglichst wenig fürs Training und besondere Situationen einsetzen können.