Ernährung
von Hund und Katze




"Ißt der Mensch gesund freu`n sich die Katze und der Hund"

(PetraHaarhaus)  

Ich meine damit, dass es von großem Vorteil ist, seine eigene Ernährung bewußt zu gestalten und krankmachende Nahrungsmittel einfach wegzulassen. Ich orientiere mich dabei an den Angaben von Anthony William. Das mache ich schon seit einiger Zeit und viele meiner Beschwerden haben sich enorm verbessert.  Seitdem werde ich immer vitaler auf meiner Gesundheitsreise und das kommt natürlich auch meinen Haustieren zugute.

Hundeernährung dem Vorbild der Natur nachempfunden


In bis zu 100.000 Jahren der Domestikation des Wolfes zum Haushund hat sich zwar das Erscheinungsbild des Hundes im Vergleich zum Wolf ziemlich stark verändert - aber seine physiologischen Eigenschaften blieben fast unverändert. Das gilt vor allem auch für den Verdauungstrakt. Die Unterschiede zwischen Hund und Wolf sind nur unbedeutend. 
Hunde und Wölfe sind Karnivoren, also Fleischfresser oder Beutetierfresser. Aber das heißt nicht, dass Wolf und Hund sich nur von reinem Fleisch ernähren. 
Kleine Beutetiere wie z.B. Mäuse und Küken werden im Ganzen verschlungen, von großen Beutestücken bleiben nur die Reste zurück, die schwer verdaut werden können.  
Wölfe wurden übrigens beobachtet wie sie Mageninhalte ausschütteln, weil sie die nicht mitfressen wollen. Wie jeder aufmerksame Hundebesitzer weiß, werden darüber hinaus auch auch geringe Mengen von Gräsern, Wurzeln, Früchten und Kräutern aufgenommen. Das wird oft bei der Barf-Fütterung nach dem sogenannten Beutetierschema hervorgehoben. Ob das so stimmt ist eine andere Frage. Wildhunde und Wölfe essen in der Natur natürlich auch nur die Nahrungsmittel an die sie gerade heran kommen können. Sie können manchmal nicht  jeden Tag große oder mittelgroße Beute machen. So kann es sein, dass sie z.B. Wochen lang nur Mäuse fressen oder Obst, wenn es reif ist und viel davon herumliegt oder dass sie tagelang fasten müssen.  Sie fressen Kot von anderen Tieren, vertrocknete kleine Tiere, reife Beeren, sie lieben den Saft von bestimmten Gräsern der sicher eine Bedeutung für ihre Gesundheit hat. Und sie haben auch nicht immer regelmäßige Mahlzeiten.

Hunde brauchen auch diese natürliche Nahrung und noch weitere günstige Lebensbedingungen um gesund sehr viel älter zu werden als es heute der durchschnittliche Haushund wird. Diese Bedingungen haben viele Hunde und Wildcaniden und der größte Teil der Menschheit leider nicht.

Ihre Gebissform ist dem Ergreifen und Zerkleinern der Beute angepasst. Das Zerkleinern von Pflanzen oder von Getreide ist mit diesem Gebiss nicht so gut möglich. Eine Ausnahme bietet z.B. reifes Obst und gekochtes Gemüse und Quinoa, was von Hunden sehr gerne gefressen wird. Der Hund kaut nicht wie ein Pflanzenfresser, er schluckt seine Nahrung, sobald sie so weit zerkleinert ist, dass sie in den Schlund passt. Sein Speichel ist sehr zäh und dient dazu, die Futterbrocken durch die Speiseröhre zu befördern. Er enthält keine Verdauungsenzyme wie dies bei Pflanzenfressern oder bei Allesfressern  der Fall ist. Der Magen des Hundes ist angepasst an sein Jagdverhalten. Da nicht vorherzusehen ist, wann er wieder Beute machen kann, kann der Hundemagen große Nahrungsmengen auf einmal aufnehmen. 

Die Bildung der Verdauungssäfte wird ausgelöst durch den Schlüsselreiz "Rohfleisch". Der ph-Wert der Magensäure ist dann extrem hoch, daher sind Hunde recht unempfindlich gegenüber Bakterien in der Nahrung und sie können sogar Aas fressen. So habe ich Letzteres in der Ausbildung zum Ernährungsberater gelernt. Mittlerweile habe ich aber viele Fragen dazu. Weil meine Hunde auch super gerne Pflanzen essen und sie seit dem keine Verdauungsbeschwerden mehr haben, wenn ich Pflanzen und Fleisch tageweise getrennt füttere und sie nach dem Fleischtag fasten lasse.  
Rohes reifes Obst, gekochte Süßkartoffeln, gekochtes Quina, Kürbis u.s.w. mögen sie u.a. sehr gerne. 
Es gibt viele Hunde die mit dieser die Verdauungsorgane entlastenden und die Entgiftung anregenden Ernährung gesund uralt geworden sind. 

Der Darm des Hundes ist relativ kurz. Beim Hund liegt das Verhältnis der Körpergröße zur Darmlänge bei 1:6, beim Pflanzenfresser bei 1:20. Reine Pflanzenfresser wie Rinder haben darüber hinaus auch einen zweiten Magen, der dazu dient, schwerverdauliches Pflanzenmaterial wie Gras aufzuschlüsseln. Der Hund ist denke ich, nur an dem Saft bestimmter Gräser interressiert. Deshalb kauen Hunde gern auf bestimmten Grassorten herum.

Der Hund verdaut Fleisch und Knochen in ziemlich kurzer Zeit, in 10 - 20 Stunden. Jede Nahrung, die nicht auf die Physiologie des Hundes angepasst ist, belastet seinen Körper und wenn er über längere Zeit das Futter bekommt, was hierzulande als „Hundenahrung“ gilt, wird das seine Leistungsfähigkeit und sein Immunsystem schwächen und über kurz oder lang zu Krankheiten führen. Genauso geht es dem Menschen wenn er unbewußt den durchschnittlichen unbewußten Essensgewohnheiten unserer Gesellschaft frönt.

Die Fütterung des Hundes ist gar nicht so schwierig und kann aber nicht mit Dosen- und Trockenfutter und ohne Kenntnisse seiner physiologischen und psychologischen Bedürfnisse erfolgen, ohne dass seine Gesundheit gefährdet ist. 
Nur eine natürliche Fütterung  wird den Bedarf an Proteinen, Vitaminen, Ballaststoffen, Fettsäuren, Mineralien, Spurenelementen und Energiezufuhr in der richtigen Kombination decken. Dank meiner neuen Erkenntnisse ist das gar nicht so schwer wie ich früher immer gedacht habe.